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Wirtschaft

Alles steht still: Das Busunternehmen Schmidt Reisen aus Gülchsheim bangt um die Zukunft

Die Finanzierungskosten für den außer Betrieb gestellten Fuhrpark bringen Firmen wie das Busunternehmen Schmidt Reisen an den Rand der betrieblichen Existenz.

Das Reisebüro Schmidt genießt unter Ausflüglern und Reisefreunden einen hervorragenden Ruf: Immer wieder lassen sich die Reiseexperten aus Ochsenfurt etwas Neues und Spannendes einfallen – aber die Corona-Krise hat dem Unternehmen einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht.

Das Busunternehmen Schmidt Reisen aus Gülchsheim bei Ochsenfurt bangt um die Zukunft. Seine 14 Busse stehen derzeit nebeneinander auf dem Parkplatz. „Die Lage ist verheerend“, schreiben die Inhaber Richard und Heidi Pregitzer. „Seit März ist uns nahezu die gesamte Geschäftsgrundlage entzogen worden. Die Tourismusbranche musste als erste ins Corona-Boot einsteigen, und sie werden die letzten beim Ausstieg sein.“

Tatsächlich verschärft sich die Notlage in der Bus- und Gruppentouristik täglich. Schmidt Reisen trifft es besonders hart: Busunternehmen die eine Auslastung auch im Linienverkehr haben, geht es etwas besser, weil sie auf diese Weise noch Umsätze generieren können. Doch Schmidt Reisen hat sich komplett auf Ferien- und Ausflugsfahrten spezialisiert – und die Aussichten auf die Urlaubssaison sind weiterhin unklar.

Corona-Krise setzt Reisebusunternehmen unter Druck

Die bittere Folge: Insolvenzen und Geschäftsaufgaben sind in der Reisebusbranche nach gut fünf Wochen Corona-Krise bereits längst Realität geworden. „Ohne zusätzliche Schritte droht eine nie dagewesene Pleitewelle in einer Branche, die für umweltfreundliche Mobilität und große Kundennähe steht“, erklären Richard und Heidi Pregitzer.

Die Finanzierungskosten für den außer Betrieb gestellten Fuhrpark bringen die Unternehmen an den Rand der betrieblichen Existenz. Rettungsschirme werden in erste Linie für Großkonzerne gespannt, doch kleine familiengeführte Bustouristikunternehmen bleiben möglicherweise auf der Strecke.

„Die Zukunft ist ungewiss…“

„Wir als Bustouristikunternehmen, das auf den Reiseverkehr spezialisiert und immer bemüht ist, die besten und neusten Busmodelle mit besten Komfort und modernster Sicherheitstechnik samt geschultem Fahrpersonal zu garantieren, liegen in dieser Situation mit unserer gesamten Branche am Boden“, so Richard und Heidi Pregitzer. „Wir sind uns aber auch bewusst, dass die Gesundheit unserer Kunden und unserer Busfahrer oberste Priorität haben.“

Aufgeben wollen die beiden aber noch lange nicht: „Es wird auch ein Leben nach der Coronakrise geben! Der Wiederaufbau des Tourismus in Deutschland und Europa wird steinig werden und hart für die extrem gebeutelte Bustouristik-Branche, die schon vor der Coronakrise gegen eine starke Konkurrenz ankämpfen musste.“

„Aber eines ist sicher…“

„Busse sind die umweltfreundlichsten Verkehrsmittel, gemessen am CO₂-Ausstoß pro Fahrgast und Kilometer“, so die Inhaber. „Wir möchten das Beste für unsere Reisegäste und für unsere Umwelt – und wir hoffen und beten, dass diese Krise baldmöglichst ein Ende findet!“

Die Familie Pregitzer und das gesamte Reiseteam der Firma Schmidt-Reisen aus Gülchsheim sind ihren Kunden sehr dankbar und schätzt die Verbundenheit zu ihrem Familienunternehmen: „In einer für uns alle schwierigen Zeit wünschen wir Ihnen und Ihren Familien alles Gute. Bleiben Sie gesund und voller Zuversicht. Wir freuen uns auf hoffentlich viele weitere Reisen mit Ihnen!“ 

Mehr Info beim Reisebüro Schmidt, Öllinger Straße 21, 97258 Gülchsheim-Hemmersheim, Tel. (09335) 4 77 oder 14 74, Fax (09335) 14 14, E-Mail reisebuero@reisebus-schmidt.de, Internet www.reisebus-schmidt.de

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