Familie Trabold übernimmt bisherigen tegut-Markt in der Sanderau in Würzburg und plant Wiedereröffnung im Januar
Der bisherige tegut-Markt in der Virchowstraße 2 bleibt als Einkaufsstandort erhalten. Die Würzburger Kaufmannsfamilie Trabold übernimmt den Markt in der Sanderau und führt ihn künftig unter dem Dach von Edeka weiter. Dabei sollen alle 53 Arbeitsplätze erhalten bleiben.
Am 30. Oktober öffnete der bisherige tegut-Markt zum letzten Mal seine Türen. Nach einer vorübergehenden Schließung für notwendige Umbau- und Modernisierungsarbeiten ist die Wiedereröffnung unter Edeka für Mitte bis Ende Januar 2027 geplant. Die Familie Trabold will dabei auf den Stärken des bisherigen Marktes aufbauen und das Angebot gezielt weiterentwickeln.
Bereits 1962 eröffnete Firmengründer Horst Trabold gemeinsam mit seiner Frau einen kleinen Lebensmittelladen in Zell am Main. Heute wird das Unternehmen von seinem Sohn Marco und dessen Sohn Julian in zweiter und dritter Generation geführt. Mit den Frischemärkten Trabold betreibt die Familie mehrere Lebensmittelmärkte in Würzburg und Umgebung. Die Unternehmenszentrale befindet sich in Zellingen.
„Der Lebensmittelhandel gehört seit drei Generationen zu unserer Familie. Wir sind in Würzburg zu Hause, kennen die Region und die Menschen, die hier leben. Deshalb freuen wir uns, mit dem Markt in der Virchowstraße einen weiteren Standort in unserer Heimatstadt übernehmen und gemeinsam mit den Mitarbeitenden weiterentwickeln zu können“, erklärt Geschäftsführer und Marktbetreiber Marco Trabold.
53 Mitarbeitenden werden übernommen. Erste Gespräche zwischen der Personalleitung und den bisherigen Abteilungsverantwortlichen haben bereits stattgefunden. Während der Umbauphase sollen die Beschäftigten auf ihre künftigen Aufgaben und die Abläufe im Edeka-Verbund vorbereitet werden. Ein Teil wird dafür vorübergehend in den bestehenden Märkten der Familie Trabold eingesetzt, um deren Arbeitsweise kennenzulernen.
Umfang der Modernisierung steht noch nicht fest
Der Markt wurde bereits vor rund fünf Jahren modernisiert. Welche technischen Anlagen weitergenutzt werden können und wo Erneuerungsbedarf besteht, wird sich daher erst nach einer gründlichen Bestandsaufnahme entscheiden.
Fest steht jedoch, dass der Standort künftig im Edeka-Erscheinungsbild gestaltet und bei Bedarf mit zeitgemäßer Technik ausgestattet werden soll. „Wir möchten einen Markt schaffen, der sowohl technisch als auch hinsichtlich seines Angebots unseren Qualitätsansprüchen entspricht. Dabei werden wir nicht einfach alles austauschen, sondern zunächst genau prüfen, was vorhanden ist und sinnvoll weitergenutzt werden kann. Wo Modernisierungen notwendig sind, werden wir entsprechend investieren“, erläutert Julian Trabold, der neben seinem Vater ebenfalls in der Geschäftsführung aktiv ist.
Auch beim Sortiment soll Bewährtes erhalten bleiben. Das gilt insbesondere für die Auswahl an Bio-Produkten, die viele Kunden bisher an tegut schätzten. Die Familie Trabold möchte auch künftig ein umfangreiches Bio-Angebot bereitstellen und führt bereits Gespräche mit Lieferanten, die den bisherigen Markt direkt beliefert haben. Beliebte Produkte sollen nach Möglichkeit erhalten bleiben. „Hinzu kommt die Vielfalt der Edeka-Eigenmarken, regionale Erzeugnisse und Bio-Produkte der EDEKA-Eigenmarke Naturkind.“
Auch die Geschichte des Standorts soll bei der Neugestaltung eine Rolle spielen. Die früheren Huttensäle sind vielen Würzburgern bis heute ein Begriff. „Wir sind uns dieser besonderen Historie bewusst und möchten im Zuge der Modernisierung dazu beitragen, dieses Stück Würzburger Geschichte wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken“, so Julian Trabold.
Mehr zum Thema: Für den bisherigen tegut-Markt in der Zeppelinstraße 122 im Frauenland gibt es eine klare Zukunftsperspektive. Nachdem sich tegut zum 31. Oktober 2026 von dem Standort verabschiedet, wird die regional verwurzelte Kaufmannsfamilie Spiegel den Markt mit seinen 2.380 Quadratmetern Verkaufsfläche unter dem Dach von Edeka weiterführen.



