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Söder im Sitzen und doch Vollgas-Stimmung in Kürnach

Starkbieranstich 2026 der CSU in Kürnach: Politik, gute Laune, Spaß mit Eimern und ein emotionaler Höhepunkt

Beim 31. Starkbieranstich des CSU-Kreisverbandes Würzburg-Land, der CSU-Kürnach und der Jungen Union Kürnach & Würzburg-Land in der Kürnacher Höllberghalle zeigte sich Ministerpräsident Markus Söder sitzend – rhetorisch jedoch gewohnt angriffsfreudig. Über 1.200 Gäste erlebten einen politischen Abend zwischen Kabarett, Wahlkampf und einer romantischen Überraschung.

Schongang bei der Haltung, Vollgas bei den Pointen: So präsentierte sich Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder beim 31. Starkbieranstich in der Höllberghalle in Kürnach. Nach seiner Hüftoperation blieb der CSU-Chef demonstrativ sitzen und verzichtete auf den traditionellen Einzug – seine verbalen Spitzen jedoch saßen wie eh und je. Nachdem Empfang der Böllerschützen Kürnach folgte der Eintrag ins goldene Buch der Gemeinde Kürnach. Es wurden extra kurze Laufwege gegangen, um den ehrenwerten Gast zu entlasten.

Auch das Anzapfen überließ Söder vorsichtshalber Kürnachs Bürgermeisterkandidat Stefan Scheller. Dieser schlug gekonnt mit zwei Schlägen das erste Fass Starkbier an.

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Volles Haus in Kürnach: Bürgermeisterkandidat Stefan Scheller sticht das Bierfass an. Foto Matthias Ernst

Nach einem kurzen Umbau blieb Dr. Söder politisch auf Linie: Er warnte vor Radikalen, verteidigte die Mütterrente und forderte mehr wirtschaftlichen Optimismus. „Ich will nicht den Radikalen das Land überlassen“, betonte er und plädierte dafür, demokratische Werte aktiv zu leben.

„Eberth-Eimer“ sorgt für Gelächter

Auch Landrat Thomas Eberth bekam sein Fett weg – augenzwinkernd, versteht sich. Die Frotzeleien quittierte dieser humorvoll und überreichte dem Ministerpräsidenten symbolisch einen blauen „Eberth-Eimer“. Söder nahm das Geschenk mit reservierter Miene entgegen, was im Publikum für Gelächter sorgte.

Allerdings wurden auch Forderungen formuliert: Thema Hilfen und Stärkung des Weinbaus in der Region, mehr Vertrauen in den unterschiedlichen Staatsorganisationen und in die Bürgerinnen und Bürger, schnellere, aber menschliche Digitalisierung bis hin zur Krankenhausfinanzierung. „Wenn es niemand tut und alle sich weg ducken, dann muss wie immer die Kommune ran, das können wir nicht ewig aushalten“, so Landrat Thomas Eberth.

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Bestens aufgelegt präsentierte sich Ministerpräsident Dr. Markus Söder beim 31. Starkbieranstich von CSU Würzburg Land und JU Würzburg Land auf dem Podium der Kürnacher Höllberghalle. Foto Matthias Ernst

Neben bundespolitischen Seitenhieben – etwa gegen AfD-Chefin Alice Weidel – nutzte Söder den Abend auch zur Unterstützung Eberths im Wahlkampf und lobte ihn als „starken Landrat, der zu seinem Wort steht“.

Ein neues Format des Gesprächs prägte den Abend: Statt klassischer Festrede führte Moderatorin Marion Schmieg durch ein lockeres Gespräch. Im Anschluss las Manfred Ländner in seiner Rolle als „Quirinius von Quirnaha“ der Politik humorvoll die Leviten und mahnte mehr Fokus auf das Wesentliche an. „Plakatierungsverordnung im Gemeinderat beschließen und dann den privaten Bereich vollkleistern, nichts tun und dann Schuldentilgung als Erfolg bezeichnen“: Ländner, der als Gemeinderat in Kürnach tätig ist, erntete viel Applaus.

Nach der Prämierung der Ortsverbände und Musikstücken der Körnier Dorfmusik unter Leitung von Günter Heinrich folgte der emotionale Höhepunkt des Abends: Johannes Konrad, Kreisvorsitzender  der Jungen Union machte seiner Partnerin auf offener Bühne einen Heiratsantrag. Sie hat „Ja“ gesagt.

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Eintrag ins goldene Buch. Foto Matthias Ernst

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