Wenn der Auspuff lauter ist als erlaubt: Unterfränkische Polizei geht in Würzburg gegen Autoposer und illegale Tuner vor
Am Karfreitagabend haben rund ein Dutzend Beamte aus mehreren unterfränkischen Dienststellen ein Zeichen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr gesetzt. Die Beamten führten in der Würzburger Innenstadt eine gezielte Kontrolle von „Autoposern“ und regelwidrigen Tunern durch. Ein Fahrzeug wurde sichergestellt, mehrere Personen durften ihre Fahrt nicht fortsetzen.
Dabei haben die Beamten rund 70 Fahrzeuge gezielt kontrolliert. Bei 22 Autos war die Betriebserlaubnis durch das illegale Tuning erloschen – das führte zu einer Untersagung weiterer Fahrten. Einen Wagen stellten die Polizeibeamten sicher, um ausführlich durch einen Sachverständigen begutachtet zu werden. Sieben weitere Fahrzeugführer fielen durch unnötigen Lärm auf. Auch diese müssen sich in einem Ordnungswidrigkeitenverfahren verantworten.
Mit solchen gezielten Kontrollen will die unterfränkische Polizei Gefährdungen durch unerlaubte Fahrzeugumbauten und rücksichtslosem Fahrverhalten konsequent entgegentreten. Auch künftig soll es entsprechende Aktionen geben.
Was ist ein Autoposer?
Dabei handelt es sich um Autofahrer, die mit ihrem Fahrzeug auffallen wollen und dafür meist unnötigen Lärm erzeugen. Nicht selten ist dies auch mit Tuning-Maßnahmen verbunden. Die Lärmbelästigung und auch das unnötige Fahren im Kreis sind vor allem für Anwohner eine Belastung. Zudem verstößt das Verhalten gegen die Straßenverkehrs-Ordnung.
Verursachen Autoposer unnötigen Lärm bei der Nutzung ihres Fahrzeugs, müssen sie 80 Euro zahlen. Fahren sie innerorts unnütz mit ihrem Kfz hin und her und belästigen dabei andere Personen, werden 100 Euro fällig. Sind sie trotz erloschener Betriebserlaubnis mit ihrem Fahrzeug unterwegs und führen damit eine wesentliche Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit herbei, müssen sie sich auf ein Bußgeld von 90 Euro sowie einen Punkt in Flensburg einstellen.



