Sanierung der Leistenstraße in Würzburg in drei Abschnitten – Verbesserungen für Straße, ÖPNV und Radverkehr
Die stark sanierungsbedürftige Leistenstraße soll in den kommenden Jahren umfassend erneuert werden. Der Fachbereich Tiefbau und Verkehrswesen stellte die Planungen im Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss sowie im Interkommunalen Ausschuss stadt.land.wue vor. Die rund zwei Kilometer lange Straße soll aus planerischen und finanziellen Gründen in drei Bauabschnitte unterteilt werden.
Der erste Abschnitt reicht von der Stadtgrenze Höchberg bis zum Wolfgang-Lenz-Weg. Hier sind eine vollständige Erneuerung der Fahrbahn und des Gehwegs sowie barrierefreie Bushaltestellen vorgesehen. Die Haltestellen „Stadtgrenze Höchberg“ werden verbreitert und mit Wartehallen ausgestattet. Die Haltestelle „Schöllhammerweg“ stadteinwärts wird aus Platzgründen verlegt und ebenfalls barrierefrei ausgebaut.
Zudem sind eine Mittelinsel als Querungshilfe, neue Bordsteine, moderne Straßenbeleuchtung und eine verbesserte Entwässerung geplant. Auch die Fußgängerunterführung am Wolfgang-Lenz-Weg wird angepasst. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Schutz des Baumbestands, dessen Wurzeln bei den Bauarbeiten geschont werden sollen. Die Kosten für diesen Abschnitt werden auf rund 4,3 Millionen Euro geschätzt.
Nach Angaben der Fachbereichsleiterin Annette Messerer soll für diesen ersten Bauabschnitt im Frühsommer ein Förderantrag gestellt werden. Die Ausschreibung ist noch für 2026 vorgesehen, der Baubeginn für 2027 geplant.
Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmern und Baumbestand
Der zweite Abschnitt erstreckt sich vom Wolfgang-Lenz-Weg bis zum Weg zur Neuen Welt und ist etwa 430 Meter lang. Hier verläuft parallel zur Straße ein schmaler Erschließungsweg, der auch von Fußgängern und Radfahrern genutzt wird. Aufgrund der beengten Verhältnisse kommt es dort häufig zu Konflikten. Gleichzeitig erschweren 18 große Platanen mit weitreichendem Wurzelwerk die notwendigen Bauarbeiten. Da die Bäume laut Gutachten noch eine Lebenserwartung von mindestens 15 Jahren haben, wird derzeit eine möglichst baumschonende Sanierung geprüft. Die Kosten werden auf etwa 500.000 Euro geschätzt.
Neue Lösungen für den Radverkehr geplant
Der dritte Abschnitt reicht vom Weg zur Neuen Welt bis zur Ludwigsbrücke an der Mergentheimer Straße. Hier steht vor allem die künftige Führung des Radverkehrs im Fokus. Derzeit endet der separate Radweg, sodass Radfahrende stadteinwärts auf die Fahrbahn ausweichen müssen. Künftig soll ein durchgehender, breiter gemeinsamer Geh- und Radweg entstehen. Dafür könnte eine Fahrspur stadteinwärts entfallen. Die Kosten für diesen Abschnitt werden auf rund 2,8 Millionen Euro geschätzt, eine Förderung gilt als wahrscheinlich.
Die Aufteilung der Sanierung in drei Bauabschnitte wurde im zuständigen Ausschuss einstimmig befürwortet. Ziel ist es, die wichtige Einfallstraße schrittweise zu modernisieren und gleichzeitig die Sicherheit und Nutzung für alle Verkehrsteilnehmer zu verbessern.



