Krebserkrankung des Knochenmarks: Was gibt es Neues?

Das vierte digitale Myelom-Forum des Uniklinikums Würzburg findet am Samstag, den 20. November 2021 statt. Grafik Uniklinikum Würzburg

Uniklinikum Würzburg: Erneutes digitales Update zum Thema Multiples Myelom am 20. November – Erforschung, Diagnostik und Therapie der bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks

Am Samstag, den 20. November 2021, informiert die nächste Ausgabe des Myelom-Forums des Uniklinikums Würzburg ein weiteres Mal über Neuigkeiten bei der Erforschung, Diagnostik und Therapie der bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks. Mittlerweile sehr gut etabliert ist die Durchführung des an Betroffene und deren Angehörige gerichteten Infotages als Webinar.

„Die Behandlung des Multiplen Myeloms wird aus verschiedenen Gründen immer komplexer“, sagt Prof. Dr. Hermann Einsele, der Direktor der Medizinischen Klinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW), und zählt auf: „Wir verstehen die Heterogenität dieser bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks immer besser, so dass wir Untergruppen erkennen können, die individualisiert zu therapieren sind. Dafür können wir unter immer mehr zugelassenen Medikamenten mit unterschiedlichen Wirkprinzipien wählen. Zusammen mit dem Blick auf die persönliche Situation der Patientinnen und Patienten wird es immer anspruchsvoller, zu entscheiden, welcher Behandlungsweg für wen am besten geeignet ist.“

Hinzukomme, dass man durch das jetzt mögliche, längere Überleben der Betroffenen auch Nebeneffekten, wie Kiefernekrosen, noch mehr Aufmerksamkeit schenken müsse. Ein Update zu diesen und vielen weiteren Aspekten gibt es für Patient*innen, Angehörige und alle sonstigen Interessierten am Samstag, den 20. November 2021 bei einer halbtägigen Online-Vortragsveranstaltung des UKW.

Sechs Vorträge für ein breites Themenspektrum

Beim 4. Digitalen Myelom-Forum referieren neben Prof. Einsele ab 9.30 Uhr fünf weitere Fachleute des Klinikums und der Uni Würzburg über die Softwareplattform Zoom zu Themen aus der Zahn-, Nuklear- und Komplementärmedizin sowie aus der Radiologie und Virologie. Aus dem letztgenannten Bereich wird Prof. Dr. Lars Dölken vom Institut für Virologie und Immunbiologie der Uni Würzburg verdeutlichen, warum gerade für die immungeschwächten Myelom-Patient*innen eine umfassende Corona-Impfung höchst sinnvoll ist.

Nach jedem Vortrag und bei der abschließenden Diskussionsrunde gegen 11.45 Uhr haben die Teilnehmer*innen Gelegenheit, sich per Chat zu Wort zu melden und individuelle Fragen zu stellen.

Eine Teilnahme an der Onlinekonferenz ist über Computer, Smartphone und Telefon – hier natürlich nur mit Ton-Empfang – möglich. Nach der Anmeldung erhalten die Interessenten per E-Mail die Zugangsdaten und eine detaillierte technische Anleitung.

Die Veranstaltung ist kostenlos, es wird allerdings um eine Spende von zehn Euro zugunsten der Stiftung „Forschung hilft“ (www.forschung-hilft.de) gebeten. Anmelden kann man sich bis spätestens 5. November 2021 unter E-Mail: selbsthilfe@ukw.de.

Das genaue Programm gibt es im Veranstaltungskalender unter www.ukw.de/medizinische-klinik-ii.

Über das Multiple Myelom

Beim Multiplen Myelom entarten im Knochenmark bestimmte Immunzellen. Sie überfluten den Körper mit fehlerhaft produzierten Antikörpern, unterdrücken durch ihr aggressives Wachstum die Blutbildung und schädigen durch verstärkten Knochenabbau das Skelett. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 5000 bis 6000 Menschen an dieser Untergruppe des Lymphknotenkrebses.

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