Wenn das Immunsystem die Schilddrüse angreift

26. September: Schilddrüseninfotag der Uniklinik Würzburg informiert über Autoimmunerkrankungen

Bei einem Informationstag der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des Uniklinikums Würzburg stehen in diesem Jahr Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse im Mittelpunkt. Die Veranstaltung bietet neben allgemeinverständlichen Kurzvorträgen auch kostenlose Schilddrüsen-Ultraschalluntersuchungen an.

Die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des Uniklinikums Würzburg (UKW) lädt am Samstag, den 26. September 2026, zum Schilddrüseninfotag ein. Die kostenfreie Veranstaltung richtet sich an Patientinnen und Patienten, deren Angehörige sowie alle Interessierten, die sich über Erkrankungen der Schilddrüse informieren möchten. Im Mittelpunkt stehen diesmal Autoimmunerkrankungen wie die Hashimoto-Thyreoiditis und der Morbus Basedow.

Zwischen 10 Uhr und etwa 11:30 Uhr referieren im Hörsaal 1 des Zentrums für Innere Medizin (ZIM) an der Oberdürrbacher Straße Fachleute aus Nuklearmedizin, Endokrinologie und Endokriner Chirurgie über Ursachen sowie Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten dieser Krankheiten. Die Vorträge erläutern unter anderem die Rolle des Immunsystems und stellen moderne bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Szintigraphie vor. Außerdem werden operative und nuklearmedizinische Therapieoptionen beschrieben.

Die Veranstaltung will Betroffenen Orientierung geben und häufige Fragen beantworten: Welche Symptome deuten auf eine Autoimmunerkrankung hin? Welche Laborwerte sind wichtig? Wann reichen Medikamente aus und wann kommen andere Therapieverfahren infrage?

Im Anschluss an die Vorträge lädt das Organisationsteam zu einem kleinen Imbiss ein. Darüber hinaus bietet die Klinik für Nuklearmedizin von 12 bis 14 Uhr kostenlose Ultraschalluntersuchungen der Schilddrüse an.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis spätestens 18. September 2026 erforderlich. Ein Anmeldeformular gibt es unter https://www.ukw.de/nuklearmedizin/veranstaltungen

Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse

Bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse richtet sich das körpereigene Immunsystem irrtümlich gegen das Schilddrüsengewebe. Die häufigste Form ist die Hashimoto-Thyreoiditis, bei der eine chronische Entzündung langfristig zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen kann. Typische Beschwerden sind Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Gewichtszunahme und Konzentrationsstörungen.

Der Morbus Basedow führt dagegen meist zu einer Überfunktion der Schilddrüse. Betroffene leiden häufig unter Herzrasen, Nervosität, Gewichtsverlust, Schlafstörungen und starkem Schwitzen. In einigen Fällen können auch die Augen betroffen sein.

Beide Erkrankungen lassen sich heute in der Regel gut diagnostizieren und behandeln. Neben Laboruntersuchungen spielen Ultraschall und nuklearmedizinische Verfahren eine wichtige Rolle. Die Therapie reicht von Medikamenten über Radiojodtherapie bis hin zu operativen Eingriffen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert