Elfer-Krimi im Toto-Pokal-Finale

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FC Würzburger Kickers triumphiert im Toto-Pokal-Finale gegen TSV 1860 München

Der FC Würzburger Kickers (Regionalliga Bayern) hat am „Finaltag der Amateure“ 2026 eindrucksvoll bestätigt, warum er in dieser Saison zu den prägenden Mannschaften im bayerischen Amateurfußball zählt: Mit einem 5:3-Erfolg nach Elfmeterschießen über den Drittligisten TSV 1860 München sicherten sich die Rothosen vor 11.017 Zuschauerinnen und Zuschauern im ausverkauften Stadion am Dallenberg ihren vierten Toto-Pokal-Titel – nach 2014, 2016 und 2019 – und die Siegprämie von BFV-Partner LOTTO Bayern in Höhe von 7600 Euro.

Sigurd Hauso Haugen hatte die Münchner nach 38. Minuten in Führung gebracht, Tarsis Bonga traf in der Schlussminute zum Ausgleich für die Würzburger und rette die Mannschaft von Trainer Michael Schiele ins Elfmeterschießen. Dort avancierte Kickers-Keeper Johann Hipper zum Matchwinner, der den Elfmeter von Patrick Hobsch parierte – und wohl auch am Schuss von Kilian Jakob dran gewesen wäre, der den Ball knapp neben den Pfosten setzte. Den Matchball für die Würzburger verwandelte schließlich Liam Omore.

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Torwart Johann Hipper (Würzburger Kickers) hält den Elfmeter gegen Patrick Hobsch (TSV 1860 München) im Elfmeterschießen im Finale des Bayerischen Toto-Pokals zwischen dem FC Würzburger Kickers und dem TSV 1860 München im Stadion am Dallenberg. Foto HMB Media

Der Pokal-Triumph war bereits das zweite große Highlight einer außergewöhnlichen Spielzeit. Bereits vor dem Endspiel hatten die Würzburger Kickers die Bayerische Amateurmeisterschaft gefeiert und damit gleichzeitig auch das Ticket für die Teilnahme an der ersten Runde im DFB-Pokal-Wettbewerb 2026/27 gelöst. Damit stand fest, dass auch die Münchner Löwen unabhängig vom Ausgang des Endspiels ebenfalls für den DFB-Pokal planen können. Dort wartet auf beide Teams jetzt ein Duell gegen einen Erst- oder Zweitligisten und jeweils über 210.000 Euro aus den Vermarktungserlösen.

Aufstiegsspiele gegen den 1. FC Lok Leipzig

Zugleich diente den Unterfranken das Finale als selbstbewusste Generalprobe für die anstehenden Aufstiegsspiele zur 3. Liga gegen den 1. FC Lok Leipzig (Hinspiel am 28. Mai in Leipzig, Rückspiel am Dalle am 1. Juni). Mit dem Toto-Pokal in der Hand und dem Amateurmeister-Titel im Rücken reist die Mannschaft von Trainer Michael Schiele nun mit breiter Brust in die entscheidenden Saisonwochen.

„Nichts für schwache Nerven“

„Das war nichts für schwache Nerven. Wir sind sehr glücklich, heute hier den Toto-Pokal am Dalle gegen einen Drittligisten gewonnen zu haben“, sagte Rothosen-Trainer Michael Schiele: „Wir waren immer wieder gut im Spiel, hatten vielleicht nicht die ganz großen Chancen. In der zweiten Halbzeit waren wir sehr aktiv und haben immer daran geglaubt – letztlich haben wir das Ding verdient geholt!“

„Für mich war es der dritte Toto-Pokal-Sieg meiner Karriere – und dieser jetzt sozusagen in meinem fast letzten Spiel. Ich bin einfach nur dankbar“, sagte FWK-Kapitän Peter Kurzweg, der noch die beiden Aufstiegsspiele zur 3. Liga gegen Lok Leipzig bestreitet, ehe er seine Karriere beendet. 

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