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Neuer Meilenstein auf dem Weg zur Arena

Außenansicht Arena Würzburg Ostseite, vom Haupteingang. Grafik Brückner & Brückner Architekten GmbH

Das Megaprojekt Multifunktionsarena nimmt weiter Fahrt auf – Würzburgs OB Martin Heilig: „Es geht mit Vollgas voran“

Sie ist eines der wichtigsten Themen der Stadt Würzburg – die Multifunktionsarena. Das Megaprojekt nimmt weiter Fahrt auf: „Ich freue mich, dass es mit Vollgas vorangeht. Bald kann der Bauantrag eingereicht werden. Wir in der Stadtverwaltung tun alles dafür, dass der Bau so schnell wie möglich beginnen kann“, sagt OB Heilig.

Bei einer Präsentation im Rathaus stellte Architekt Christian Brückner dem Oberbürgermeister die aktuelle Arenaplanung anhand eines abstrakten Modells vor, das nicht nur das Aussehen zeigt, sondern auch wie sich die Arena in die Umgebung einfügt.

Breite Unterstützung für das Mega-Projekt

Die Multifunktionsarena gilt ihren Befürwortern als eine „Arena für Alle“ und als wichtiges Stück Infrastruktur – für Sportveranstaltungen, aber auch für Messen, Kongresse und Tagungen. Bei einem Informationsabend im Felix-Fechenbach-Haus stellen sich zentrale Wirtschaftsakteure geschlossen hinter das Projekt, darunter der Handelsverband Bayern, die Handwerkskammer für Unterfranken, der Hotel- und Gaststättenverband, die IHK Würzburg-Schweinfurt sowie das Stadtmarketing „Würzburg macht Spaß“. Der Erwerb des Grundstücks sei nun der nächste Schritt. Die Sorge, dass Steuergelder im Falle eines Scheiterns des Projekts verloren würden, sei unbegründet: Die Stadt behalte die Planungshoheit; unabhängig von der Nutzung sei der Kauf des Grundstücks eine attraktive Option für die Stadtentwicklung.

Ohne Halle keine Basketball-Bundesliga

Eine Studie der dwif-Consulting GmbH sagt: Durch die Multifunktionsarena könnten Handel, Dienstleistung, Gastronomie, Hotellerie und Tourismus in der Stadt stark profitieren. In Zahlen bedeute das etwa 30 Millionen Euro pro Jahr extra für die regionalen Wirtschaft und die Kommune. Vorgesehen ist ein Non-Profit-Stiftungsmodell, bei dem erwirtschaftete Überschüsse nicht an Investoren ausgeschüttet, sondern für gemeinnützige Zwecke verwendet werden sollen.

Multifunktionsarena-Modell
Architekt Christian Brückner (links) und Oberbürgermeister Martin Heilig stellen die aktuelle Arenaplanung anhand eines Modells vor. Foto Christian Weiß

In der Arena sollen große Konzerte, Kongresse und natürlich auch Sportveranstaltungen, die bisher kaum realisiert werden können, eine neue Heimat finden. Vor allem die Würzburg Baskets benötigen mittelfristig eine entsprechende Halle, um in der Basketball-Bundesliga bleiben zu können.

Die Halle soll flexibel nutzbar sein und für etwa 100 Veranstaltungen pro Jahr mit 1.000 bis 7.000 Besuchern ausgelegt werden. Geplant sind eine nachhaltige Ausrichtung mit modernem Klimakonzept und modernste Veranstaltungs- und Bühnentechnik. Das renommierte Büro Brückner & Brückner Architekten entwickelt die Arena. „Für uns ist das ein besonderes Projekt – so nah vor unserer Haustür in unserer Heimatstadt“, sagt Architekt Christian Brückner.

Auf der Webseite des Projekts heißt es: „Würzburg hat ein starkes Kultur-, Wissenschafts- und Sportprofil. Für größere, technisch anspruchsvolle Formate fehlt aber eine moderne, flexible Arena im mittleren Segment. Die neue Arena ergänzt bestehende Häuser (z. B. CCW, tectake Arena) und ermöglicht Konzerte, Shows, Spitzensport und Kongresse bis ca. 7.000 Personen – ein Größenbereich, der zwischen Frankfurt und Nürnberg bislang nicht bedient wird.“

Multifunktionsarena-Würzburg-1
Die geplante Arena von der Grombühlbrücke aus gesehen. Grafik Brückner & Brückner Architekten GmbH

Finanzierung für Grundstück und Bau

Die Stadtverwaltung arbeitet laut Rathaus derzeit mit Hochdruck an einem tragfähigen Finanzierungskonzept für den Grundstückserwerb und den Bau. „Hier zählen wir auf die Unterstützung der Wirtschaft der Region und die der Regierung. Ziel ist es, dieses Konzept bis zur Jahresmitte vorzulegen“, heißt es. Parallel dazu soll das Genehmigungsverfahren vorangetrieben werden, sodass bei Vorliegen der Baugenehmigung im Herbst 2026 zügig mit dem Bau begonnen werden kann.

Die Projektkosten liegen aktuell bei rund 85 Mio. Euro. Die Stadt Würzburg hat beschlossen, bis zu 34,5 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen, der Rest kommt aus Eigenmitteln der Zukunftsstiftung (vor allem Spenden), privaten Eigen-/Fremdmitteln und Förderprogrammen. Die gemeinnützige Zukunftsstiftung Würzburg wurde 2017 als Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Sie soll Kräfte aus Bürgerschaft und Wirtschaft bündeln, um Projekte in Bildung, Kultur, Sport, Soziales und Umwelt zu fördern. Die Arena Würzburg Projektgesellschaft, eine Tochtergesellschaft der Zukunftsstiftung Würzburg, übernimmt Planung, Finanzierung und Bau der Multifunktionsarena.

Mehr Info: www.arena-wuerzburg.de

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