

Fotoausstellung im Mozartareal: „Der Titel klingt zunächst wie ein historisches Unterfangen, das die im Laufe von 50 Jahren sich wandelnde Stadtkulisse zum Thema haben könnte. Es sind aber nicht die touristisch anmutenden Ansichten der Stadt, die vorgeführt werden, sondern eher die belanglos erscheinenden und durchaus sprechenden Motive, die sich unter dem Begriff Straßenfotografie einordnen lassen“, erklärt Fotograf Joachim Maidt: „Die Residenz hinter rotweißen Absperrgittern, ein Tankstellenpanorama mit darüber schwebender Festung, Fluchten ordentlich geparkter Autos, Kruzifixe im modernen Ambiente, Toilettenhäuschen bei schicken Neubauten, Abrissbagger bei der Arbeit, der Hund am Tattooshop.“
Eine Besonderheit der Ausstellung besteht darin, dass es erlaubt ist, sich an den Bildern zu bedienen: „Wenngleich wahrscheinlich kaum jemand sein Heim mit den ungeschönten Stadtmotiven schmücken möchte, wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man gern ein Foto von der Wand lösen darf und dafür einen Obolus von 5 Euro in den goldenen Spendenkasten stecken sollte. Die fehlenden Bilder werden nachgedruckt – oder auch nicht“, so Maidt.
Die Ausstellung ist bis zum 3. Dezember zu sehen. Das Buch zur Ausstellung mit 350 Bildern kann über j.maidt@web.de bestellt werden und kostet 50 Euro.
Foto Joachim Maidt