Seltene Krebserkrankungen: Neue Perspektiven

Der Infotag zu Neuroendokrinen Tumoren findet am 10. Oktober 2026 im Zentrum für Innere Medizin statt. Foto © Thomas Pieruschek / UKW

Infotag zu Neuroendokrinen Tumoren am 10. Oktober 2026 im Uniklinikum Würzburg: Diagnose, Therapie und Leben mit der Erkrankung

Das Zentrum für Neuroendokrine Tumoren des Uniklinikums Würzburg lädt am 10. Oktober zu einem kostenlosen Informationstag ein. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen bei Diagnose, Therapie und Prognose sowie die Frage, wie sich das Leben mit der seltenen Tumorerkrankung bewältigen lässt.

Neuroendokrine Tumoren (NET) gehören zu den seltenen Krebserkrankungen. Sie entstehen aus Zellen des neuroendokrinen Systems und können sich hinsichtlich ihres Wachstums, ihrer biologischen Eigenschaften und ihrer Symptome stark unterscheiden.

Entsprechend komplex sind Diagnose und Behandlung. „Allerdings entwickeln sich die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten kontinuierlich weiter und eröffnen neue Perspektiven für die Betroffenen“, unterstreicht Privatdozent Dr. Alexander Weich.

Vor diesem Hintergrund lädt das von ihm geleitete Zentrum für Neuroendokrine Tumoren der Medizinischen Klinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW) am Samstag, 10. Oktober 2026, zu einem Informationstag ein. Die Veranstaltung richtet sich an Patientinnen und Patienten, deren Angehörige sowie alle sonstigen Interessierten. Sie findet ab 10 Uhr im Hörsaal 1 des Zentrums für Innere Medizin (ZIM), Oberdürrbacher Straße 6, statt.

Aktuelles aus dem Würzburger NET-Zentrum

Zum Auftakt berichten PD Dr. Weich und PD Dr. Philipp Hartrampf über Neuigkeiten aus dem Würzburger NET-Zentrum. Die Einrichtung ist seit 2016 mit der Bezeichnung „European Neuroendocrine Tumor Society – Center of Excellence“ (ENETS CoE) zertifiziert. Als überregionale Anlaufstelle für Menschen mit neuroendokrinen Tumoren bündelt das Zentrum die Expertise verschiedener medizinischer Fachrichtungen und kann so stets topmoderne diagnostische und therapeutische Verfahren anbieten.

Anschließend erläutert Dr. Christof Däubler, was neuroendokrine Tumoren und ihre Behandlung so besonders macht.

Über die Kraft der Resilienz und die Bedeutung eines Angehörigenzentrums

Neben medizinischen Fragen nimmt der Infotag auch das Leben mit der Erkrankung in den Blick. Privatdozentin Dr. Elisabeth Jentschke spricht unter dem Titel „Mit neuroendokrinen Tumoren leben – Die Kraft der Resilienz“ darüber, welche psychischen Ressourcen dabei helfen können, mit den Belastungen einer Krebserkrankung umzugehen.

Außerdem stellt Gabriele Nelkenstock, 1. Vorsitzende des Vereins „Hilfe im Kampf gegen Krebs e. V.“, die Bedeutung eines Angehörigen- und Begleitzentrums vor. Am Beispiel des kürzlich gestarteten Projekts am Würzburger Rotkreuzhof zeigt sie, wie ein solcher Ort Betroffenen und ihren Familien Hoffnung, Entlastung und Unterstützung bieten kann.

Zeit für persönliche Fragen

Ab 11:30 Uhr besteht bei einem Imbiss Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Die Expertinnen und Experten stehen für individuelle Fragen zur Verfügung. Im Foyer informiert außerdem die Selbsthilfegruppe für neuroendokrine Tumoren über ihre Angebote.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis spätestens 5. Oktober 2026 über ein Online-Formular des UKW erforderlich, erreichbar unter www.ukw.de/medizin2, Rubrik „Veranstaltungen“.

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