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WOB mobil

Kia Sorento: Luxuriöses „Dickschiff“

Kia Sorento Auto Fahrbericht

Dynamischerer Auftritt mit etwas weiter hinten positionierter Fahrgastzelle: Kia Sorento. Foto Kia

wob-Fahrbericht: Der neue Kia Sorento ist kaum größer geworden, bietet aber dennoch viel mehr Platz

Er war schon immer ein großes Auto. Da fällt es auch kaum ins Gewicht, dass die vierte Generation des Kia Sorento um lediglich einen Zentimeter auf 4,81 m Länge zugelegt hat.

vom wob-Autoexperten Thomas G. Zügner

Durch die Vergrößerung des Radstands um 3,5 cm bietet das SUV noch großzügigere Platzverhältnisse für die Passagiere. Allein die um 9,3 cm gewachsene Beinfreiheit für die Mitfahrer auf der um 31,5 cm verschiebbaren zweiten Sitzreihe ist schon eine beeindruckende „Hausnummer“. Je nach Modell bietet der Kofferraum bis zu 705 Liter Stauvolumen und damit 45 Liter mehr als beim Vorgänger. Bei umgelegter Rücksitzlehne vergrößert sich das Ladeabteil auf bis zu 2100 Liter, in der rund 965 Euro teureren Version als Siebensitzer auf immerhin noch bis zu 2011 Liter.

Der neue Sorento steht auf einer Plattform, welche erstmals für diese Baureihe den Einsatz von elektrifizierten Antrieben berücksichtigt. Davon profitiert der 1.6 T-GDI, dessen Hybridbatterie unter dem Beifahrersitz im Fahrzeugboden platziert ist. Der neue 1,6-Liter-Turbobenziner mit Direkteinspritzung leistet 180 PS und arbeitet mit einem 60 PS starken Elektromotor zusammen, was eine Systemleistung von 230 PS ergibt. Weiterentwickelt wurde der 2.2 CRDi, dessen Leistung marginal von 200 auf 202 PS stieg.

Für das erste Quartal 2021 kündigte Kia-Sprecherin Susanne Mickan einen Plug-in Hybrid an. Der Steckdosen-Sorento wird von einem 1.6 T-GDI mit 180 PS und einem 91 PS starken Elektromotor angetrieben. Bei einer Systemleistung von 265 PS soll sich der Verbrauch bei 2,6 Litern Super und 20,5 kWh Strom auf 100 km bewegen. Den Sorento Plug-in Hybrid wird es im Gegensatz zu den beiden anderen Versionen ausschließlich mit Allradantrieb geben.

Erstaunlich agil und behände

Bei ersten Testfahrten hinterließ der neue Sorento mit seinem gründlich überarbeiteten Fahrwerk einen ausgezeichneten Eindruck. Über kurvenreiche Landstraßen bewegt sich das leer knapp zwei Tonnen schwere „Dickschiff“ erstaunlich agil und behände, wozu sicherlich auch der Allradantrieb seinen Teil beiträgt. Sogar im anspruchsvollen Gelände gab sich der Koreaner trotz nicht vorhandener Geländeuntersetzung keine Blöße. Er meisterte matschige Passagen ebenso souverän wie steile Auf- und Abfahrten. Bei den Motoren stellt der Diesel klar die bessere Wahl dar. Während der Hybrid-Benziner bei starker Leistungsanforderung etwas gequält reagiert, fährt sich der Selbstzünder stets kraftvoll und tönt seidenweich fast wie ein Sechszylinder. Laut Bordcomputer benötigte der 2.2 CRDi mit Allradantrieb und als Siebensitzer 7,6 Liter Diesel auf 100 km, der Hybrid in gleicher Konstellation 8,3 Liter Super.

Mittenairbag zwischen den Vordersitzen

Auch wenn nicht alles serienmäßig ist: Beim neuen Sorento, dessen Preise bei 41418,82 Euro beginnen, haben die Ingenieure ganz tief in ihre „Kiste“ gegriffen. Eine Besonderheit stellt der Mittenairbag zwischen den Vordersitzen dar. Er soll verhindern, dass Fahrer und Beifahrer bei einem Unfall mit Köpfen und Körpern „aneinander geraten“. Der Frontkollisonswarner besitzt jetzt auch eine Abbiegefunktion, weil er „um die Ecke gucken“ kann. Ein Ausstiegsassistent verhindert, dass die Fondpassagiere ihre Türen öffnen können, wenn beispielsweise gerade ein Radfahrer vorbei kommt. Genial ist der neue Totwinkelwarner, der neben seiner herkömmlichen Aufgabe bei Betätigung des Blinkers kurzzeitig ein aktuelles Bild des jeweiligen toten Winkels in ein Rundinstrument einblendet. Und ein weiteres raffiniertes Detail steht kurz vor der Serienreife: Künftig soll das luxuriöse „Dickschiff“ per Knopfdruck selbsttätig in enge Garagen und wieder heraus fahren können. Thomas G. Zügner

Kia Sorento

  • Motoren: Hybrid: 1,6-Liter-Benziner mit 180 PS plus Elektromotor mit 60 PS (Systemleistung 230 PS); Diesel: 2,2-Liter (202 PS); 1. Quartal 2021: Plug-in Hybrid: 1,6-Liter-Benziner  mit 180 PS plus Elektromotor mit 91 PS (Systemleistung 265 PS)
  • Antrieb: Vorderrad und permanenter Allrad
  • Länge/Breite/Höhe: 4810/1900/1695 mm
  • Fahrleistungen (Hybrid AWD): 0 bis 100 km/h: 9,0 sec; Vmax: 193 km/h
  • NEFZ-Normverbrauch (Hybrid AWD): 5,6 Liter Super/100 km
  • Preise: ab 41.418,82 Euro      tgz

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